Diecast oder Resin: Was ist der Unterschied und was ist mehr wert?
Beim Kauf oder Verkauf von Maßstabsmodellen begegnen Ihnen regelmäßig die Begriffe „Diecast“ und „Resin“. Beide Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften, einen anderen Produktionsprozess und eine andere Marktposition. In diesem Artikel erklären wir den Unterschied und gehen darauf ein, welches Material in der Regel mehr wert ist.
Was ist Diecast?
Diecast-Modelle entstehen, indem flüssiges Metall (meist eine Zinklegierung, auch als Zamak bekannt) unter hohem Druck in Metallformen gespritzt wird. Dieses Verfahren ermöglicht die Massenproduktion. Die Modelle sind schwer, robust und verfügen häufig über funktionierende bewegliche Teile wie Türen, Motorhaube und Kofferraum. Bekannte Diecast-Marken sind AUTOart, Minichamps und Kyosho.
Was ist Resin?
Resin-Modelle (Polyurethanharz) werden von Hand in Silikonformen gegossen. Dies ermöglicht kleinere Auflagen und erzeugt schärfere Details, die mit Diecast schwerer zu erreichen sind. Resin ist leichter als Metall und empfindlich: Türen und Kofferraum lassen sich in der Regel nicht öffnen. Bekannte Resin-Marken sind BBR, MR Models, GT Spirit und Ottomobile.
Der Vergleich auf einen Blick
- Gewicht: Diecast ist schwerer, Resin leichter
- Bewegliche Teile: Diecast hat sie, Resin in der Regel nicht
- Detailtreue: Resin kann feiner sein, insbesondere bei handbemalten Modellen
- Auflagengröße: Resin erscheint oft in kleineren Auflagen, was den Sammlerwert steigern kann
- Neupreis: im oberen Segment vergleichbar, Resin teils günstiger (GT Spirit vs. AUTOart)
Was ist beim Verkauf mehr wert?
Das Material selbst bestimmt den Wert nicht. Entscheidend sind die Marke, die Auflagengröße, der Zustand und die Marktnachfrage. Ein ausverkauftes AUTOart (Diecast) kann mehr wert sein als ein verbreitetes GT Spirit (Resin) desselben Modells. Umgekehrt ist ein limitiertes BBR (Resin) in der Regel mehr wert als ein Standard-Norev (Diecast). Lassen Sie sich nicht vom Material täuschen: Betrachten Sie stets das Gesamtbild.